Heute dauert die Zugfahrt 43 Minuten länger als vor einem Jahr.
Seit über einem Jahr funktionieren die Neigetechnik-Züge der deutschen Bahn nicht mehr. Der Fehler wurde bis heute nicht behoben. Nun behauptet die Baden-Württembergische Verkehrs- und Umweltministerin, Tanja Gönner, die Züge würden wieder schneller fahren. Anstelle von plus 43 Minuten soll die "längere" Fahrzeit ab 12. September 2010 nur noch plus 17 Minuten betragen?
Die Frage ist, will die Verkehrs- und Umweltministerin damit die Autoindustrie fördern?
Die Bahn, der Bund, das Land Baden-Württemberg (inkl. der Verkehrs- und Umweltministerin) und die Stadt Stuttgart halten eisern an ihrem 8-10 Milliarden Projekt Stuttgart 21 fest. 8-10 Milliarden die investiert werden sollen, um Stuttgart in das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz einzubinden, die Messe Stuttgart mit einem ICE Bahnhof auszustatten und die Fahrzeit von Stuttgart nach Ulm um 25 Minuten zu verkürzen.
Mit Folgen auch für die Verbindung Sigmaringen Stuttgart. Die Züge aus Sigmaringen werden nicht mehr im geplanten, unterirdischen Durchgangsbahnhof halten. Sie dürfen gar nicht hineinfahren, denn die Strecke Sigmaringen-Tübingen ist nicht elektrifiziert und Dieselloks haben im neuen Bahnhof S21 nichts zu suchen.
Anders gesagt, eine der Folgen aus Stuttgart 21: ein direkter Zug von Sigmaringen nach Stuttgart wird es nicht mehr geben. Die Fahrzeit wird nochmals, deutlich länger.
Durch Umsteigen in Tübingen, weil kein Geld für Investitionen in Neigetechnik-Züge, Elektrifizierung und Ausbau der Strecke usw. vorhanden ist. Diese Mittel sind dann alle im Milliarden Loch Stuttgart 21 vergraben.
Die Frage ist, was soll das?
p.s.: Mit dem Auto braucht man für diese Strecke 1:15 bis 1:30 ?!?!?!




